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Lennart Macke plant mit seinen Kollegen die nächste Peak Season
Menschen bei Post & DHL

Warum der nächste Starkverkehr schon jetzt geplant wird

Der Starkverkehr rund um Weihnachten ist zwar gerade vorbei, aber die Vorbereitung für den nächsten steht schon in den Startlöchern. Warum das so ist, zeigt die Geschichte von Speditionsleiter Lennart Macke.

Vom Azubi zum Speditionsleiter

Lennart Macke kennt sich mit Logistik aus. Seine Karriere startete er 2015 als Azubi bei Euronet, einer Tochtergesellschaft von DHL Freight. Über verschiedene Stationen als Disponent und Teamleiter, ist er nun als Speditionsleiter für 30 Logistikfachleute verantwortlich.

Sein Team ist bunt gemischt. Es besteht aus alten Hasen und Frischlingen. Teamarbeit und Kommunikation sind von entscheidender Bedeutung. An seinem Standort in Langenhagen tauschen sie sich regelmäßig im sogenannten Performance Dialog aus – sogar zweimal pro Tag –, besprechen laufende Projekte und lösen gemeinsam Probleme. Kommunikation ist wichtig, auch mit den Kunden und den Logistikdienstleistern, die die Lkws und Fahrer stellen.

Die Übersicht zu behalten ist komplex. Aber Lennart Macke geht darin auf – und er ist ganz bei der Sache. Sein Schreibtisch ist blitzblank und sehr übersichtlich: Computer, Notizbuch und Bildschirme sind alles, was er braucht.

Lennart Macke an seinem Schreibtisch

Großes Paket-Puzzle

Euronet, eine Tochterfirma von DHL Freight, übernimmt von drei Standorten in Deutschland aus die Transportplanung zwischen den 38 deutschen und drei internationalen Paketzentren von Post & Paket Deutschland. Lennart Macke und sein 30-köpfiges Team sind für 14 der Paketzentren zuständig. Das Gebiet erstreckt sich vom Ruhrgebiet im Westen bis Neumünster im Norden.

Mackes Job ist, sicherzustellen, dass immer überall ausreichend Fahrzeuge – inklusive Züge – vorhanden sind, während möglichst wenig leere Container unterwegs sind.

„Wir müssen checken, ob die erwarteten Aufträge zu den vorhandenen Kapazitäten passen“, sagt Lennart Macke. „Und dabei geht es nicht nur um volle Lkws, die pünktlich losfahren. Es geht vor allem darum, dass an jedem Ort immer ausreichend Fahrzeuge zur Verfügung stehen – und dabei möglichst wenige leer durch Deutschland fahren.“

Dieses riesige Puzzle setzt Macke immer wieder neu zusammen. Um dabei die Übersicht zu behalten, tauschen er und seine Kollegen sich regelmäßig aus, schreiben Teamwork groß und finden kreative Lösungen.

„Natürlich kann es zwischendurch auch Probleme geben“, ergänzt er. „Züge können ausfallen, Schnee kann uns einen Strich durch die Rechnung machen, es gibt technische Probleme oder die IT streikt.“

Wenn das passiert, müssen er und sein Team improvisieren. Dafür ist nicht viel Zeit – geplant wird tageweise, da nie ganz genau abzusehen ist, wie viele Pakete tatsächlich verschickt werden. Die Zahlen beruhen auf Prognosen, die sehr zuverlässig, aber natürlich nicht hundertprozentig genau sind.

Heute passt alles, Lennart Macke kann seinen PC ausmachen und beruhigt heimgehen. Bis er am nächsten Morgen wiederkommt, kümmert sich die Nachtschicht um alles – und setzt die gute Vorbereitung in die Tat um. 

Puzzlen für den Starkverkehr

Die Transporte, die Macke seit Tagen, sogar Monaten plant, finden nachts statt. Von 18 bis 5 Uhr morgens sind die Pakete unterwegs auf der Autobahn, bevor sie dann bei ihrer Ankunft im nächsten Paketzentrum weiter sortiert werden.

500.000 Pakete pro Tag sind in einigen Paketzentren im Starkverkehr keine Seltenheit. Dafür muss Macke 250 Wechselbrücken bereitstellen. Eine Wechselbrücke ist ein Container, der auch von Lkws, Zügen oder Schiffen transportiert werden kann. Am Wochenende bucht Macke zudem zwölf Züge. Im Starkverkehr erhöhen 20 weitere die Kapazität auf mehr als 1.500 Wechselbrücken.

„Die Vorbereitung für den Starkverkehr läuft im Grunde schon seit Beginn des Jahres, wenn wir Kapazitäten – also Fahrzeuge – bei verschiedenen Speditionen einkaufen.“

Während im Januar noch Weihnachtsgeschenke zurückgeschickt werden, beginnen viele Einzelhändler bereits damit, das nächste Weihnachtsgeschäft zu planen. Bei guter Vorbereitung können sie beispielsweise vom günstigeren Seetransport profitieren und im Juni damit mit dem Transport zu beginnen. Ab Oktober geht es dann richtig los, und unsere Paketzentren in Deutschland und Terminals an vielen anderen Orten weltweit laufen bis Weihnachten auf Hochtouren.

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