B2B-Logistik kann komplex sein und erfordert oft den Transport großer Warenmengen über weite Strecken – unter Beteiligung verschiedener Akteure. Für B2B-Großhändler ist eine reibungslose Lieferkette unerlässlich, um sicherzustellen, dass Waren pünktlich und kostengünstig ankommen. Dieser Artikel untersucht die besten Praktiken der B2B-Großhandelslogistik.
Was ist B2B Logistik?
B2B-Logistik umfasst alle Schritte des Warenverkehrs zwischen Lieferanten, Herstellern, Distributoren und Einzelhändlern. Sie umfasst Lagerhaltung, Bestandsverwaltung, Auftragsabwicklung, Verpackung, Vertrieb und Transport.
Die Bedeutung der B2B-Logistik Optimierung
Mit dem Wachstum des B2B-E-Commerce stehen Unternehmen unter dem Druck, Waren schneller und günstiger an ihre Kunden zu liefern.
Dennoch stehen sie oft vor verschiedenen Herausforderungen:
Komplexität: Eine typische B2B-Lieferkette umfasst in der Regel mehrere verschiedene Akteure. Die Koordination und Erfüllung ihrer individuellen Anforderungen kann eine Herausforderung sein.
Geopolitische Konflikte: Wenn Lieferketten mehrere Länder umfassen, können Probleme wie Handelsbeschränkungen, Zölle oder Störungen der Transportwege die Gewährleistung pünktlicher Lieferungen erschweren.
Arbeitskräftemangel in Transport, Lagerhaltung oder Fertigung kann den Betrieb verlangsamen und zu Verzögerungen und Ineffizienzen im Logistikprozess führen.
Engpässe und Verzögerungen in Häfen, Vertriebszentren oder während des Transports können zu Lieferkettenunterbrechungen führen, die Lieferzeiten verlängern und die Bestandsverwaltung erschweren.
Höhere Produktionskosten aufgrund steigender Rohstoffpreise, Energiekosten oder Inflation können die Logistik verteuern und Unternehmen zu Preiserhöhungen zwingen – was natürlich ihre Wettbewerbsfähigkeit mindert. Um diese Herausforderungen zu meistern und angesichts unvorhersehbarer Marktveränderungen agil zu bleiben, sollten Unternehmen in die Optimierung aller Schritte der B2B-Lieferkette investieren.
Optimierung der B2B-Logistik: 6 bewährte Vorgehensweisen
Durch die Optimierung Ihres B2B-Lieferkettenmanagements kann Ihr Unternehmen Kosten senken, die Kundenzufriedenheit verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Sehen wir uns an, wie das geht.

1. Bewerten Sie Ihr aktuelles Set-up
Bevor Sie Verbesserungen vornehmen, sollten Sie Ihre bestehenden B2B-Logistikabläufe gründlich analysieren. So identifizieren Sie Ineffizienzen, Engpässe und Optimierungsmöglichkeiten.
Achten Sie auf Bereiche wie:
Auftragsabwicklung: Wie werden Bestellungen aktuell empfangen, bearbeitet und erfüllt?
Bestandsverwaltung: Verfügen Sie über eine genaue und Echtzeit-Verfolgung Ihrer Lagerbestände?
Lagereffizienz: Ist Ihr Lagerlayout auf Schnelligkeit optimiert, z. B. befinden sich die gefragtesten Artikel in der Nähe der Packstationen?
Leistungskennzahlen (KPIs): Bewerten Sie Ihre Auftragsgenauigkeit und Liefertreue – sind sie wettbewerbsfähig genug?
Kundenzufriedenheit: Sind Ihre Kunden mit Ihrem Service zufrieden? Was sind ihre häufigsten Beschwerden? Diese Bewertung hilft Ihnen, einen klaren Plan für Verbesserungsbereiche zu erstellen, bevor Sie neue Strategien implementieren.

2. Ermitteln Sie Ihre Produktionsmengen
Die Kenntnis Ihrer Produktionskapazität ist entscheidend, da sie Ihre Lager-, Transport- und Vertriebsstrategien direkt beeinflusst. Berücksichtigen Sie: Maximale wöchentliche Produktion: Ermitteln Sie, wie viele Einheiten Ihr Unternehmen unter normalen Betriebsbedingungen produzieren kann. Saisonale Schwankungen: Berücksichtigen Sie Nachfrageschwankungen, die eine Produktionssteigerung oder -reduzierung erforderlich machen können. Produktionsbeschränkungen: Berücksichtigen Sie Faktoren wie Arbeitskräfteverfügbarkeit, Maschinenkapazität und Rohstoffversorgung – all dies kann sich auf Ihr Produktionsvolumen auswirken. Auf dieser Grundlage finden Sie die optimale Logistiklösung für Ihre Anforderungen. Beispielsweise ist ein Unternehmen mit geringem Produktionsvolumen (z. B. 1.000 Einheiten pro Woche) flexibler und kann kleinere Lager oder On-Demand-Fulfillment-Center nutzen.
Unternehmen mit hohem Produktionsvolumen können Technologien wie ein fortschrittliches Lagerverwaltungssystem nutzen, um die Lagerhaltung zu optimieren. Sie können sich sogar für eine strategische Partnerschaft mit einem 3PL-Anbieter entscheiden, um die Skalierbarkeit zu erhöhen.

3. Implementieren Sie ein Online-Bestellsystem
83 % der heutigen B2B-Käufer bestellen bevorzugt online. Mit dem Wachstum des B2B-E-Commerce müssen Unternehmen der Branche Online-Bestellsysteme einsetzen, die Käufern das gleiche nahtlose Erlebnis bieten wie bei B2C-Transaktionen.
Selbstbedienungsbestellungen bieten viele Vorteile, darunter eine schnellere Bestellabwicklung, weniger manuelle Fehler und Konto-Dashboards, mit denen Käufer ihre Bestellungen verwalten und verfolgen können.
Sie könnten Folgendes in Betracht ziehen:
Selbstgehostete Lösungen: Anpassbare Plattformen, die Unternehmen auf ihren eigenen Servern hosten und so die volle Kontrolle über Funktionen, Sicherheit und Integrationen ermöglichen (z. B. Magento, WooCommerce B2B).
Cloudbasierte Plattformen: Abonnementbasierte, vom Anbieter gehostete Lösungen mit Skalierbarkeit, automatisierten Updates und integrierten Tools für die Verwaltung von Großbestellungen und kundenspezifischen Preisen (z. B. Shopify Plus, BigCommerce B2B).
Großhandelsmarktplätze: Plattformen von Drittanbietern, die Großhändler mit gewerblichen Käufern verbinden und Großeinkäufe, Verhandlungen und Transaktionen innerhalb eines gemeinsamen Marktplatzes ermöglichen (z. B. Alibaba).

4. Streben Sie nach Verbesserung bei Technologie und Automatisierung
B2B-Unternehmen, die in neueste KI-basierte Lösungen investieren, profitieren von reduzierten Betriebskosten und einer effizienteren Lieferkette. Beispiele für Technologien, die Ihr Unternehmen implementieren könnte, sind:
Ein Lagerverwaltungssystem (LVS) unterstützt Ihre täglichen Abläufe. Die Software verfolgt Waren ab dem Eintreffen in Ihrem Lager und verwaltet jeden Schritt des Fulfillment-Prozesses – einschließlich Auftragszuordnung, Bestandsauffüllung und Lieferplänen. Sie kann sogar die Lageraufteilung optimieren, um den verfügbaren Platz optimal zu nutzen. Dank der Echtzeitdaten des LVS erhalten Ihre Kunden regelmäßige Updates zum Status ihrer Bestellungen.
Transportmanagementsystem (TMS). Dieses System spielt eine Schlüsselrolle für ein effektives Supply-Chain-Management und bietet Ihrem Unternehmen folgende Vorteile:
Optimierte Routenplanung: Ein TMS ermittelt die effizienteste Route für jede Sendung unter Berücksichtigung von Faktoren wie Entfernung, Verkehr und verfügbaren Ressourcen.
Optimierte Beschaffung: Ein TMS erfasst die Versandkosten der Spediteure und zeigt sie in Echtzeit und zentral an. Das erleichtert Preisvergleiche. Sie können Spediteure auch nach Kriterien wie Tarifen, Laufzeit und Kapazität filtern.
Analyse: Ein TMS kann den Transportbedarf prognostizieren und Tarife analysieren, um Ihnen schnelle, datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.

5. Verfeinern Sie Ihre Preisstrategie
Die Preisgestaltung im B2B-Logistikbereich ist komplexer als im B2C-Bereich, da Faktoren wie Mengenrabatte, individuelle Preise und langfristige Verträge eine Rolle spielen.
Um die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens zu sichern, ist eine optimale Preisgestaltung wichtig.
Berücksichtigen Sie bei der Preisgestaltung Ihrer Waren:
- Mengenrabatte: Bieten Sie gestaffelte Preise basierend auf der Bestellgröße an, um Großeinkäufe zu fördern. Versand- und
- Lieferkosten: Berücksichtigen Sie Kosten für Verpackung und Zustellung auf der letzten Meile.
- Lagerhaltungskosten: Berücksichtigen Sie Kosten für Lagerhaltung, Handhabung und Bestandsverwaltung.
- Lieferzeit: Bieten Sie Rabatte für kürzere Lieferzeiten oder Expressversand an, berechnen Sie jedoch höhere Preise für schnellere Lieferung.
- Individuelle Preisvereinbarungen: Entwickeln Sie spezifische Verträge oder Preisvereinbarungen basierend auf Kundenbeziehungen und Bestellhäufigkeit.
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1 - Gartner, 2022